Album
ARFUR
Album · 8. August 2026 · 15 Titel
ARFUR bedeutet Erbe. Es ist das vierte Album von OTHRAVAR, nach The Nine Realms, JÖTNAR, MYRKR und FORNǪLD. Fünfzehn Stücke, jedes erzählt aus einer anderen Stimme der nordischen Überlieferung: Götter, Helden, Kreaturen und vergessene Sagas. Ein Hammer, geboren aus dem goldenen Haar einer Göttin. Ein Dichter, der sich mit Worten Unsterblichkeit verdiente. Ein Gott, der das Schweigen zur Waffe machte. Eine Schildmaid, die ohne Furcht nach einer verfluchten Klinge griff. Eine Königin, die ihren Bruder auf dunkelste Weise rächte. Ein Toter, der aus seinem Grab stieg und nie Ruhe fand. Das Album folgt keinem einzelnen Helden und keinem einzelnen Ereignis. Es zeigt die verschiedenen Arten von Erbe, die die nordische Welt weitergab: Macht, Worte, Rache, Schicksal. Was von einer Generation zur nächsten geht, ist nicht nur Blut, sondern die Geschichte selbst. Durchgehend reiner nordischer Folk, getragen von Dudelsack, Drehleier, Tagelharpa und Rahmentrommeln, in hohem Tempo. Drei Stücke (Hœnir, Cnut the Great, Örvar-Oddr) nehmen das Tempo zurück und geben dem Album Raum zum Atmen. 15 Stücke, gesungen auf Altisländisch.
Titelliste
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Liedtext
Sif! Sif! Gullhár! Sif! Sif! Gullhár! Sif! Sif! Gullhár! Sif! Sif! Gullhár! Gullið hár, skorið af, Reiði Þórs, eldur og stál, Úr hári mínu fæddist hamar, Mjölnir sjálfur, úr hefnd minni. Gullið hár, skorið af, Reiði Þórs, eldur og stál, Úr hári mínu fæddist hamar, Mjölnir sjálfur, úr hefnd minni. Ég svaf, Loki laumaðist inn, Rakaði höfuð mitt í myrkri, Ég vaknaði nakin og svívirt, Gull mitt horfið, hár mitt farið. Gullið hár, skorið af, Reiði Þórs, eldur og stál, Úr hári mínu fæddist hamar, Mjölnir sjálfur, úr hefnd minni. Gullið hár, skorið af, Reiði Þórs, eldur og stál, Úr hári mínu fæddist hamar, Mjölnir sjálfur, úr hefnd minni. Þórr greip Loka með járnhendi, Ég brýt hvert bein í þér, Nema þú finnir gull sem vex, Nema þú bætir svívirðinguna. Loki hljóp til Svartálfaheims, Dvergar smíða í eldi og myrkri, Gullhár sem vex, Gungni, Skíðblaðni, En kibbnin krafðist meira enn. Brokkr og Eitri tóku veðmál, Höfuð Loka gegn þrem gjöfum, Gullinbursti, Draupnir, og svo — Mjölnir, hamar sem aldrei bregst. Gullið hár, skorið af, Reiði Þórs, eldur og stál, Úr hári mínu fæddist hamar, Mjölnir sjálfur, úr hefnd minni. Gullið hár, skorið af, Reiði Þórs, eldur og stál, Úr hári mínu fæddist hamar, Mjölnir sjálfur, úr hefnd minni. Mjölnir, Mjölnir, úr hefnd minni, Mjölnir, Mjölnir, úr hefnd minni. Mjölnir, Mjölnir, úr hefnd minni, Mjölnir, Mjölnir, úr hefnd minni.
Sif! Sif! Goldhaar! Sif! Sif! Goldhaar! Sif! Sif! Goldhaar! Sif! Sif! Goldhaar! Das goldene Haar, abgeschnitten, Thors Zorn, Feuer und Stahl, Aus meinem Haar wurde ein Hammer geboren, Mjölnir selbst, aus meiner Rache. Das goldene Haar, abgeschnitten, Thors Zorn, Feuer und Stahl, Aus meinem Haar wurde ein Hammer geboren, Mjölnir selbst, aus meiner Rache. Ich schlief, Loki schlich sich herein, Er schor mein Haupt im Dunkeln, Ich erwachte nackt und geschändet, Mein Gold fort, mein Haar genommen. Das goldene Haar, abgeschnitten, Thors Zorn, Feuer und Stahl, Aus meinem Haar wurde ein Hammer geboren, Mjölnir selbst, aus meiner Rache. Das goldene Haar, abgeschnitten, Thors Zorn, Feuer und Stahl, Aus meinem Haar wurde ein Hammer geboren, Mjölnir selbst, aus meiner Rache. Thor packte Loki mit eiserner Hand, Ich breche dir jeden Knochen, Es sei denn, du findest Gold, das wächst, Es sei denn, du sühnst die Schande. Loki lief nach Svartálfaheimr, Zwerge schmieden in Feuer und Dunkel, Goldhaar, das wächst, Gungnir, Skíðblaðnir, Doch der Wettstreit verlangte noch mehr. Brokkr und Eitri gingen die Wette ein, Lokis Haupt gegen drei Gaben, Gullinbursti, Draupnir, und dann — Mjölnir, der Hammer, der niemals versagt. Das goldene Haar, abgeschnitten, Thors Zorn, Feuer und Stahl, Aus meinem Haar wurde ein Hammer geboren, Mjölnir selbst, aus meiner Rache. Das goldene Haar, abgeschnitten, Thors Zorn, Feuer und Stahl, Aus meinem Haar wurde ein Hammer geboren, Mjölnir selbst, aus meiner Rache. Mjölnir, Mjölnir, aus meiner Rache, Mjölnir, Mjölnir, aus meiner Rache. Mjölnir, Mjölnir, aus meiner Rache, Mjölnir, Mjölnir, aus meiner Rache.
Die Geschichte zum Lied
Snorris Skáldskaparmál beginnt die Geschichte mit einem Streich. Loki schnitt Sif im Schlaf das ganze Haar ab. Thor stellte ihn und drohte, ihm jeden Knochen zu brechen, wenn er es nicht wiedergutmache, und Thor nahm nur eine Wiedergutmachung an: Haar aus echtem Gold, das wachsen würde wie das genommene. Loki ging zu den Zwergen. Die Söhne Ívaldis schufen das goldene Haar und dazu den Speer Gungnir und das Schiff Skíðblaðnir. Dann verwettete Loki seinen eigenen Kopf gegen die Brüder Brokkr und Eitri, sie könnten diese Gaben nicht übertreffen. Sie schufen den Eber Gullinbursti, den Ring Draupnir und den Hammer Mjölnir. Der Griff des Hammers geriet zu kurz, weil Loki in Gestalt einer Fliege Brokkr ins Augenlid biss, während dieser den Blasebalg trat. Die Götter erklärten Mjölnir zur besten der sechs Gaben, und Loki verlor die Wette. Das Lied gibt den Bericht Sif zurück, die in der Quelle kein einziges Wort spricht. Die Kette, der es folgt, ist die, die Snorri aufstellt: ihr Haar wird abgeschnitten, der Diebstahl muss gesühnt werden, die Sühne führt Loki zu den Zwergen, und die Zwerge schmieden den Hammer. Mjölnir, die Waffe, die Ásgarðr verteidigt, existiert wegen eines Unrechts an ihr. -
Liedtext
Rúnir risu á brjósti mínu, Áður en ég sagði fyrsta orð, Óðinn kallaði mig skáld, Fyrir en ég kunni að ganga. Ég sit í Valhöll við hlið hans, Ég tek á móti föllnum hetjum, Þeirra nöfn deyja aldrei, Því ég syng þau að eilífu. Orð eru sverð, ljóð eru skildir, Bragi syngur, nafnið lifir. Bragi kveður, hetjan lifir, Bragi syngur, dauðinn tapar, Orð mín rista dýpra en stál, Ódauðleiki er ljóð mitt gefið. Bragi kveður, hetjan lifir, Bragi syngur, dauðinn tapar, Orð mín rista dýpra en stál, Ódauðleiki er ljóð mitt gefið. Iðunn er kona mín, epli hennar, Halda æsku guðanna eilíft, En orð mín halda hetjum lifandi, Löngu eftir að bein þeirra fúna. Orð eru sverð, ljóð eru skildir, Bragi syngur, nafnið lifir. Bragi kveður, hetjan lifir, Bragi syngur, dauðinn tapar, Orð mín rista dýpra en stál, Ódauðleiki er ljóð mitt gefið. Bragi kveður, hetjan lifir, Bragi syngur, dauðinn tapar, Orð mín rista dýpra en stál, Ódauðleiki er ljóð mitt gefið. Sverð þitt ryðgar, skjöldur þinn brotnar, Ah-ah-ah-aaaah... En nafn þitt í ljóði mínu — ryðgar aldrei, brotnar aldrei! Bragi kveður, hetjan lifir, Bragi syngur, dauðinn tapar, Orð mín rista dýpra en stál, Ódauðleiki er ljóð mitt gefið. Bragi kveður, hetjan lifir, Bragi syngur, dauðinn tapar, Orð mín rista dýpra en stál, Ódauðleiki er ljóð mitt gefið. Nafnið lifir, nafnið lifir, Í ljóði mínu, í ljóði mínu. Nafnið lifir, nafnið lifir, Í ljóði mínu, í ljóði mínu.
Runen stiegen auf meiner Brust, Bevor ich das erste Wort sprach, Odin nannte mich Skalden, Bevor ich gehen konnte. Ich sitze in Valhöll an seiner Seite, Ich empfange die gefallenen Helden, Ihre Namen sterben niemals, Denn ich singe sie in Ewigkeit. Worte sind Schwerter, Lieder sind Schilde, Bragi singt, der Name lebt fort. Bragi trägt vor, der Held lebt, Bragi singt, der Tod verliert, Meine Worte schneiden tiefer als Stahl, Unsterblichkeit ist mein geschenktes Lied. Bragi trägt vor, der Held lebt, Bragi singt, der Tod verliert, Meine Worte schneiden tiefer als Stahl, Unsterblichkeit ist mein geschenktes Lied. Iðunn ist meine Frau, ihre Äpfel, Halten die Götter ewig jung, Doch meine Worte halten Helden am Leben, Lange nachdem ihre Knochen vermodert sind. Worte sind Schwerter, Lieder sind Schilde, Bragi singt, der Name lebt fort. Bragi trägt vor, der Held lebt, Bragi singt, der Tod verliert, Meine Worte schneiden tiefer als Stahl, Unsterblichkeit ist mein geschenktes Lied. Bragi trägt vor, der Held lebt, Bragi singt, der Tod verliert, Meine Worte schneiden tiefer als Stahl, Unsterblichkeit ist mein geschenktes Lied. Dein Schwert rostet, dein Schild zerbricht, Ah-ah-ah-aaaah... Doch dein Name in meinem Lied — rostet nie, zerbricht nie! Bragi trägt vor, der Held lebt, Bragi singt, der Tod verliert, Meine Worte schneiden tiefer als Stahl, Unsterblichkeit ist mein geschenktes Lied. Bragi trägt vor, der Held lebt, Bragi singt, der Tod verliert, Meine Worte schneiden tiefer als Stahl, Unsterblichkeit ist mein geschenktes Lied. Der Name lebt fort, der Name lebt fort, In meinem Lied, in meinem Lied. Der Name lebt fort, der Name lebt fort, In meinem Lied, in meinem Lied.
Die Geschichte zum Lied
Bragi ist der Gott der Dichtkunst. Snorri nennt ihn in der Gylfaginning den Ersten im skáldskapr, der Kunst des Verses, und sagt, er sei wortkundiger als alle anderen. Seine Frau ist Iðunn, die die Äpfel hütet, die die Jugend der Götter bewahren. Zwei Einzelheiten des Liedes stammen unmittelbar aus den Quellen. Runen, die auf Bragis Zunge geritzt sind, erscheinen im Sigrdrífumál, in der Aufzählung der Orte, an denen Runen geschnitten werden. Dass Bragi die Toten in Valhöll empfängt, stammt aus dem Eiríksmál, wo Odin ihn aussendet, den ankommenden König zu begrüßen. Das Lied fügt beides zusammen: der Gott, dessen Kunst die Sprache ist, ist zugleich der, der die Gefallenen empfängt und ihre Namen spricht. Die Folgerung daraus gehört Bragi selbst und trifft das Thema des Albums. Iðunns Äpfel halten die Götter jung, doch einem toten Krieger nützen sie nichts. Ein Name überdauert nur, wenn ihn jemand vorträgt. Was der Dichter hinterlässt, hält länger als das Werk des Schmieds, denn Stahl rostet und Verse werden wiederholt. -
Liedtext
Ráðið mun, ráðið mun, Ráðið mun um það. Ráðið mun, ráðið mun, Ráðið mun um það. Þeir sáu mig háan og fagran, Þeir héldu ég væri konungur verður, En án Mímis við hlið mína, Sagði ég ekkert nema þessi orð. Hœnir þegir, Hœnir horfir, Orð mín ein duga aldrei ein, Þeir héldu mig veikan, þeir héldu mig heimskan, En þögnin mín var vopn sem þeir skildu ekki. Hœnir þegir, Hœnir horfir, Orð mín ein duga aldrei ein, Þeir héldu mig veikan, þeir héldu mig heimskan, En þögnin mín var vopn sem þeir skildu ekki. Vanir reiddust, Vanir sviku, Þeir tóku höfuð Mímis af, En sá sem þegir lifir lengur, Sá sem talar deyr fyrst. Ráðið mun, ráðið mun, Ráðið mun um það. Ráðið mun, ráðið mun, Ráðið mun um það. Hœnir þegir, Hœnir horfir, Orð mín ein duga aldrei ein, Þeir héldu mig veikan, þeir héldu mig heimskan, En þögnin mín var vopn sem þeir skildu ekki. Hœnir þegir, Hœnir horfir, Orð mín ein duga aldrei ein, Þeir héldu mig veikan, þeir héldu mig heimskan, En þögnin mín var vopn sem þeir skildu ekki. Þeir sem tala mikið, deyja fljótt, Ah-ah-ah-aaaah... Ég lifi enn. Ég þegi enn. Ég sé allt sem þeir sjá ekki. Hœnir þegir, Hœnir horfir, Orð mín ein duga aldrei ein, Þeir héldu mig veikan, þeir héldu mig heimskan, En þögnin mín var vopn sem þeir skildu ekki. Hœnir þegir, Hœnir horfir, Orð mín ein duga aldrei ein, Þeir héldu mig veikan, þeir héldu mig heimskan, En þögnin mín var vopn sem þeir skildu ekki. Ráðið mun, ráðið mun, Ráðið mun um það. Ráðið mun, ráðið mun, Ráðið mun um það.
Der Rat wird entscheiden, der Rat wird entscheiden, Der Rat wird darüber entscheiden. Der Rat wird entscheiden, der Rat wird entscheiden, Der Rat wird darüber entscheiden. Sie sahen mich hoch und schön, Sie hielten mich für einen würdigen König, Doch ohne Mímir an meiner Seite, Sagte ich nichts als diese Worte. Hœnir schweigt, Hœnir schaut, Meine Worte allein genügen niemals allein, Sie hielten mich für schwach, sie hielten mich für töricht, Doch mein Schweigen war eine Waffe, die sie nicht verstanden. Hœnir schweigt, Hœnir schaut, Meine Worte allein genügen niemals allein, Sie hielten mich für schwach, sie hielten mich für töricht, Doch mein Schweigen war eine Waffe, die sie nicht verstanden. Die Vanen ergrimmten, die Vanen verrieten, Sie schlugen Mímir das Haupt ab, Doch wer schweigt, lebt länger, Wer spricht, stirbt zuerst. Der Rat wird entscheiden, der Rat wird entscheiden, Der Rat wird darüber entscheiden. Der Rat wird entscheiden, der Rat wird entscheiden, Der Rat wird darüber entscheiden. Hœnir schweigt, Hœnir schaut, Meine Worte allein genügen niemals allein, Sie hielten mich für schwach, sie hielten mich für töricht, Doch mein Schweigen war eine Waffe, die sie nicht verstanden. Hœnir schweigt, Hœnir schaut, Meine Worte allein genügen niemals allein, Sie hielten mich für schwach, sie hielten mich für töricht, Doch mein Schweigen war eine Waffe, die sie nicht verstanden. Die viel reden, sterben bald, Ah-ah-ah-aaaah... Ich lebe noch. Ich schweige noch. Ich sehe alles, was sie nicht sehen. Hœnir schweigt, Hœnir schaut, Meine Worte allein genügen niemals allein, Sie hielten mich für schwach, sie hielten mich für töricht, Doch mein Schweigen war eine Waffe, die sie nicht verstanden. Hœnir schweigt, Hœnir schaut, Meine Worte allein genügen niemals allein, Sie hielten mich für schwach, sie hielten mich für töricht, Doch mein Schweigen war eine Waffe, die sie nicht verstanden. Der Rat wird entscheiden, der Rat wird entscheiden, Der Rat wird darüber entscheiden. Der Rat wird entscheiden, der Rat wird entscheiden, Der Rat wird darüber entscheiden.
Die Geschichte zum Lied
Nach dem Krieg zwischen Asen und Wanen tauschten beide Seiten Geiseln. Snorri erzählt es in der Ynglinga saga: die Asen schickten Hœnir, der hochgewachsen und schön war und in allem wie ein Anführer wirkte, und mit ihm Mímir, den Weisesten unter ihnen. Die Wanen machten Hœnir zum Häuptling. Doch sooft er über etwas entscheiden sollte und Mímir nicht neben ihm stand, gab er dieselbe Antwort: andere mögen entscheiden. Die Wanen schlossen daraus, man habe sie beim Tausch betrogen. Sie schlugen Mímir das Haupt ab und sandten es den Asen zurück. Odin bewahrte es und befragte es fortan. Das Lied ist die Fassung, die Hœnir in der Quelle nie gibt, wo er stets nur von außen beschrieben wird. Es bestreitet nicht, was geschah. Es liest das Schweigen anders: ein Gott, der nichts sagt, ist am Ende noch da, während der, der jede Frage beantwortete, dafür enthauptet wurde. In der Völuspá überlebt Hœnir Ragnarök, einer der wenigen. -
Liedtext
Gylfi konungur lofaði mér landi, Svo miklu sem ég gæti plægt, Hann hló, hann hélt það væri leikur, Hann þekkti ekki mátt minn. Fjórir synir mínir urðu að uxum, Hornin risu, húðin harðnaði, Ég beisl þá við plóginn minn, Og jörðin sjálf fann óttann. Gefjun plægir, jörðin rifnar, Fjórir uxar draga landið sjálft, Gefjun sker, hafið gleypir, Sjáland fæðist úr valdi mínu. Gefjun plægir, jörðin rifnar, Fjórir uxar draga landið sjálft, Gefjun sker, hafið gleypir, Sjáland fæðist úr valdi mínu. Jörðin sjálf öskraði undir plógnum, Björg brotnuðu, dalir opnuðust, Svíar horfðu og gátu ekkert gert, Meðan land þeirra sigldi til sjávar. Fjórir synir, fjórir uxar, Hornin rista dýpra en nokkurt sverð, Gylfi lofaði því sem hann hélt ómögulegt, Ég tók hann á orðinu — og tók landið hans. Gefjun plægir, jörðin rifnar, Fjórir uxar draga landið sjálft, Gefjun sker, hafið gleypir, Sjáland fæðist úr valdi mínu. Gefjun plægir, jörðin rifnar, Fjórir uxar draga landið sjálft, Gefjun sker, hafið gleypir, Sjáland fæðist úr valdi mínu. Gefjun plægir, jörðin rifnar, Fjórir uxar draga landið sjálft, Gefjun sker, hafið gleypir, Sjáland fæðist úr valdi mínu. Gefjun plægir, jörðin rifnar, Fjórir uxar draga landið sjálft, Gefjun sker, hafið gleypir, Sjáland fæðist úr valdi mínu. Sjáland lifir, Sjáland lifir, Úr valdi mínu, úr valdi mínu. Sjáland lifir, Sjáland lifir, Úr valdi mínu, úr valdi mínu.
König Gylfi versprach mir Land, So viel, wie ich pflügen könnte, Er lachte, er hielt es für ein Spiel, Er kannte meine Macht nicht. Meine vier Söhne wurden zu Ochsen, Hörner wuchsen, Häute wurden hart, Ich schirrte sie vor meinen Pflug, Und die Erde selbst spürte Furcht. Gefjun pflügt, die Erde reißt, Vier Ochsen ziehen das Land selbst, Gefjun schneidet, das Meer verschlingt, Seeland wird geboren aus meiner Macht. Gefjun pflügt, die Erde reißt, Vier Ochsen ziehen das Land selbst, Gefjun schneidet, das Meer verschlingt, Seeland wird geboren aus meiner Macht. Die Erde selbst schrie unter dem Pflug, Felsen brachen, Täler öffneten sich, Die Schweden sahen zu und konnten nichts tun, Während ihr Land aufs Meer hinaussegelte. Vier Söhne, vier Ochsen, Die Hörner schneiden tiefer als jedes Schwert, Gylfi versprach, was er für unmöglich hielt, Ich nahm ihn beim Wort — und nahm sein Land. Gefjun pflügt, die Erde reißt, Vier Ochsen ziehen das Land selbst, Gefjun schneidet, das Meer verschlingt, Seeland wird geboren aus meiner Macht. Gefjun pflügt, die Erde reißt, Vier Ochsen ziehen das Land selbst, Gefjun schneidet, das Meer verschlingt, Seeland wird geboren aus meiner Macht. Gefjun pflügt, die Erde reißt, Vier Ochsen ziehen das Land selbst, Gefjun schneidet, das Meer verschlingt, Seeland wird geboren aus meiner Macht. Gefjun pflügt, die Erde reißt, Vier Ochsen ziehen das Land selbst, Gefjun schneidet, das Meer verschlingt, Seeland wird geboren aus meiner Macht. Seeland lebt, Seeland lebt, Aus meiner Macht, aus meiner Macht. Seeland lebt, Seeland lebt, Aus meiner Macht, aus meiner Macht.
Die Geschichte zum Lied
Snorri erzählt dies zweimal, in der Gylfaginning und noch einmal zu Beginn der Ynglinga saga. Gylfi, ein König in Schweden, gab einer wandernden Frau so viel Land, wie sie mit vier Ochsen an einem Tag und einer Nacht pflügen könne. Er wusste nicht, dass sie von den Asen war. Gefjun ging nach Jötunheimr, wo sie von einem Riesen vier Söhne hatte, und verwandelte sie in Ochsen. Der Pflug schnitt so tief, dass sich das Land löste. Die Ochsen zogen es westwärts ins Meer, wo es zur Insel Seeland wurde, und die zurückgebliebene Mulde füllte sich mit Wasser und wurde ein See. Snorri zitiert dazu den Skalden Bragi Boddason, womit der Vers älter ist als seine Prosa. Das Lied behält die Einzelheit, die der Geschichte ihre Schärfe gibt: Gylfi setzte die Bedingungen selbst. Er bemaß die Gabe an dem, was ein Mensch seiner Meinung nach an einem Tag schaffen konnte, und verlor eine Insel, weil er sich darin irrte, mit wem er handelte. Seeland, auf dem Kopenhagen liegt, ist, was von dem Handel blieb. -
Liedtext
Rekinn! Rekinn! Enn á ný! Rekinn! Rekinn! Enn á ný! Rekinn! Rekinn! Enn á ný! Rekinn! Rekinn! Enn á ný! Rekinn frá Noregi fyrir blóð, Rekinn frá Íslandi fyrir stríð, Ég sigli vestur þar sem enginn snýr, Ég finn land sem enginn á. Rekinn frá Noregi fyrir blóð, Rekinn frá Íslandi fyrir stríð, Ég sigli vestur þar sem enginn snýr, Ég finn land sem enginn á. Þeir kölluðu mig morðingja, Þeir ráku mig úr hverju landi, En hver sá sem rekur mig út, Sendir mig að nýju konungsríki. Ís þakti landið sem ég fann, En ég kallaði það Grænland, Nafn sem lokkar, nafn sem lýgur, Menn fylgdu lyginni vestur til mín. Rekinn frá Noregi fyrir blóð, Rekinn frá Íslandi fyrir stríð, Ég sigli vestur þar sem enginn snýr, Ég finn land sem enginn á. Rekinn frá Noregi fyrir blóð, Rekinn frá Íslandi fyrir stríð, Ég sigli vestur þar sem enginn snýr, Ég finn land sem enginn á. Þeir ráku mig sem úrgang, Ah-ah-ah-aaaah... Ég kom aftur sem konungur eigin ríkis. Sonur minn siglir enn lengra en ég! Rekinn frá Noregi fyrir blóð, Rekinn frá Íslandi fyrir stríð, Ég sigli vestur þar sem enginn snýr, Ég finn land sem enginn á. Rekinn frá Noregi fyrir blóð, Rekinn frá Íslandi fyrir stríð, Ég sigli vestur þar sem enginn snýr, Ég finn land sem enginn á. Grænland lifir, lygin lifir, Rekinn, en aldrei sigraður. Grænland lifir, lygin lifir, Rekinn, en aldrei sigraður.
Vertrieben! Vertrieben! Erneut! Vertrieben! Vertrieben! Erneut! Vertrieben! Vertrieben! Erneut! Vertrieben! Vertrieben! Erneut! Vertrieben aus Norwegen wegen Blut, Vertrieben aus Island wegen Streit, Ich segle westwärts, wo keiner umkehrt, Ich finde ein Land, das keinem gehört. Vertrieben aus Norwegen wegen Blut, Vertrieben aus Island wegen Streit, Ich segle westwärts, wo keiner umkehrt, Ich finde ein Land, das keinem gehört. Sie nannten mich einen Mörder, Sie vertrieben mich aus jedem Land, Doch wer mich auch vertreibt, Schickt mich weiter zu einem neuen Reich. Eis bedeckte das Land, das ich fand, Doch ich nannte es Grönland, Ein Name, der lockt, ein Name, der lügt, Männer folgten der Lüge westwärts zu mir. Vertrieben aus Norwegen wegen Blut, Vertrieben aus Island wegen Streit, Ich segle westwärts, wo keiner umkehrt, Ich finde ein Land, das keinem gehört. Vertrieben aus Norwegen wegen Blut, Vertrieben aus Island wegen Streit, Ich segle westwärts, wo keiner umkehrt, Ich finde ein Land, das keinem gehört. Sie vertrieben mich wie Abfall, Ah-ah-ah-aaaah... Ich kam zurück als König meines eigenen Reiches. Mein Sohn segelt noch weiter als ich! Vertrieben aus Norwegen wegen Blut, Vertrieben aus Island wegen Streit, Ich segle westwärts, wo keiner umkehrt, Ich finde ein Land, das keinem gehört. Vertrieben aus Norwegen wegen Blut, Vertrieben aus Island wegen Streit, Ich segle westwärts, wo keiner umkehrt, Ich finde ein Land, das keinem gehört. Grönland lebt, die Lüge lebt, Vertrieben, doch niemals besiegt. Grönland lebt, die Lüge lebt, Vertrieben, doch niemals besiegt.
Die Geschichte zum Lied
Eiríkr Þorvaldsson, genannt Eiríkr der Rote, wurde zweimal verbannt. Seine Familie verließ Norwegen, als sein Vater wegen Totschlags geächtet wurde. In Island wurde er selbst geächtet, erst aus einem Bezirk, dann für drei Jahre aus dem ganzen Land, nach Fehden, die weitere Tote forderten. Er nutzte das Urteil, um westwärts zu segeln und Land zu suchen, das gesichtet, aber nicht besiedelt war. Die drei Jahre verbrachte er damit, die Küste zu erkunden, und als die Frist ablief, kehrte er zurück, um Siedler zu werben. Die Eiríks saga rauða nennt seinen Grund für den Namen unumwunden: er nannte es Grœnland, weil die Leute weit eher dorthin ziehen würden, wenn das Land einen verlockenden Namen trage. Fünfundzwanzig Schiffe fuhren los; vierzehn kamen an. Das Lied nimmt ihn in allem beim Wort, auch bei der Namensgebung. Er stellt es weniger als Entdeckung dar denn als Folge. Jede Vertreibung trieb ihn weiter nach Westen, und die letzte machte ihn zum Oberhaupt einer eigenen Siedlung. Sein Sohn Leifr, dessen Fahrt auf FORNǪLD steht, ging noch weiter. -
Liedtext
Ég klæddist brynju, ekki kjól, Ég bar sverð, ekki nál, Þeir kölluðu mig undarlega, Ég kallaði mig frjálsa. Hervör gengur inn í eldinn, Hervör vekur dauða menn, Hervör óttast ekki bölvun, Tyrfingur verður minn. Hervör gengur inn í eldinn, Hervör vekur dauða menn, Hervör óttast ekki bölvun, Tyrfingur verður minn. Ég sigldi til hauganna einn, Loginn brann blár í myrkri, Draugar risu, jörðin skalf, Ég kallaði á föður minn dauðan. Angantýr! Gef mér sverðið! Angantýr! Gef mér sverðið! Angantýr! Gef mér sverðið! Angantýr! Gef mér sverðið! Hervör gengur inn í eldinn, Hervör vekur dauða menn, Hervör óttast ekki bölvun, Tyrfingur verður minn. Hervör gengur inn í eldinn, Hervör vekur dauða menn, Hervör óttast ekki bölvun, Tyrfingur verður minn. Sverðið mun drepa með hverri drátt, Ég ræð eigin örlögum! Bölvunin fylgir blóði þínu að eilífu, Þá fylgi ég henni frjáls! Hervör gengur inn í eldinn, Hervör vekur dauða menn, Hervör óttast ekki bölvun, Tyrfingur verður minn. Hervör gengur inn í eldinn, Hervör vekur dauða menn, Hervör óttast ekki bölvun, Tyrfingur verður minn. Tyrfingur er minn, bölvunin er mín, Tyrfingur er minn, bölvunin er mín. Tyrfingur er minn, bölvunin er mín, Tyrfingur er minn, bölvunin er mín.
Ich trug Panzer, kein Kleid, Ich trug ein Schwert, keine Nadel, Sie nannten mich sonderbar, Ich nannte mich frei. Hervör geht ins Feuer, Hervör weckt die toten Männer, Hervör fürchtet den Fluch nicht, Tyrfingr wird mein sein. Hervör geht ins Feuer, Hervör weckt die toten Männer, Hervör fürchtet den Fluch nicht, Tyrfingr wird mein sein. Ich segelte allein zu den Grabhügeln, Die Flamme brannte blau im Dunkeln, Draugar erhoben sich, die Erde bebte, Ich rief meinen toten Vater an. Angantýr! Gib mir das Schwert! Angantýr! Gib mir das Schwert! Angantýr! Gib mir das Schwert! Angantýr! Gib mir das Schwert! Hervör geht ins Feuer, Hervör weckt die toten Männer, Hervör fürchtet den Fluch nicht, Tyrfingr wird mein sein. Hervör geht ins Feuer, Hervör weckt die toten Männer, Hervör fürchtet den Fluch nicht, Tyrfingr wird mein sein. Das Schwert wird töten bei jedem Zug, Ich bestimme mein eigenes Schicksal! Der Fluch folgt deinem Blut in Ewigkeit, Dann folge ich ihm als freie Frau! Hervör geht ins Feuer, Hervör weckt die toten Männer, Hervör fürchtet den Fluch nicht, Tyrfingr wird mein sein. Hervör geht ins Feuer, Hervör weckt die toten Männer, Hervör fürchtet den Fluch nicht, Tyrfingr wird mein sein. Tyrfingr ist mein, der Fluch ist mein, Tyrfingr ist mein, der Fluch ist mein. Tyrfingr ist mein, der Fluch ist mein, Tyrfingr ist mein, der Fluch ist mein.
Die Geschichte zum Lied
Die Hervarar saga ok Heiðreks erzählt von Hervör, der Tochter des Berserkers Angantýr. Sie wuchs auf mit dem, was die Saga Männerarbeit nennt, griff zu den Waffen und lebte eine Zeit lang als Geächtete unter dem Namen Hervarðr. Das Schwert Tyrfingr war von Zwergen unter Zwang geschmiedet worden, und sie verfluchten es: es solle bei jedem Ziehen einen Mann töten, und es solle drei Menschen der Sippe den Tod bringen. Angantýr wurde damit auf Samsey bestattet, wo er gefallen war. Hervör segelte allein zur Insel. Die Mannschaft wollte nicht an Land, weil die Hügel nachts im Grabfeuer brannten. Sie ging dennoch hinauf und rief ihren Vater beim Namen, bis er antwortete. Der Wechselgesang ist ein Streitgespräch. Angantýr sagt ihr, was das Schwert ist, und weigert sich: keine Frau solle es tragen, und es werde ihr Geschlecht vernichten. Sie antwortet, der Preis sei ihr gleich, und fordert es erneut. Er gibt es ihr. Das Lied behält ihre Seite: der Fluch ist wirklich, ihr wurde genau gesagt, was er bewirken wird, und sie nimmt ihn dennoch als ihr Erbe. -
Liedtext
Gunnar og Högni, sviknir af Atla, Gull þagað, leyndarmál grafið, Hörpuslátt með tánum í ormagröf, Þögnin okkar er sigur okkar. Gunnar og Högni, sviknir af Atla, Gull þagað, leyndarmál grafið, Hörpuslátt með tánum í ormagröf, Þögnin okkar er sigur okkar. Atli bauð okkur gull og heiður, Við vissum lygina, við komum samt, Bræður saman, síðasta ferðin, Heiður er meira en líf sjálft. Þeir skáru hjarta Högna út, Hann hló meðan hann dó, Þeir spurðu mig um gullið falið, Ég þagði, ég brosti, ég beið. Gunnar og Högni, sviknir af Atla, Gull þagað, leyndarmál grafið, Hörpuslátt með tánum í ormagröf, Þögnin okkar er sigur okkar. Gunnar og Högni, sviknir af Atla, Gull þagað, leyndarmál grafið, Hörpuslátt með tánum í ormagröf, Þögnin okkar er sigur okkar. Hendur bundnar, tær frjálsar enn, Ah-ah-ah-aaaah... Ég sló hörpuna með tánum mínum, ormarnir sofnuðu — nema einn. Gunnar og Högni, sviknir af Atla, Gull þagað, leyndarmál grafið, Hörpuslátt með tánum í ormagröf, Þögnin okkar er sigur okkar. Gunnar og Högni, sviknir af Atla, Gull þagað, leyndarmál grafið, Hörpuslátt með tánum í ormagröf, Þögnin okkar er sigur okkar. Gullið sefur í Rín að eilífu, Gullið sefur í Rín að eilífu. Gullið sefur í Rín að eilífu, Gullið sefur í Rín að eilífu.
Gunnarr und Högni, verraten von Atli, Gold verschwiegen, das Geheimnis begraben, Harfenschlag mit den Zehen in der Schlangengrube, Unser Schweigen ist unser Sieg. Gunnarr und Högni, verraten von Atli, Gold verschwiegen, das Geheimnis begraben, Harfenschlag mit den Zehen in der Schlangengrube, Unser Schweigen ist unser Sieg. Atli bot uns Gold und Ehre, Wir kannten die Lüge, wir kamen dennoch, Brüder beisammen, die letzte Fahrt, Ehre ist mehr als das Leben selbst. Sie schnitten Högni das Herz heraus, Er lachte, während er starb, Sie fragten mich nach dem verborgenen Gold, Ich schwieg, ich lächelte, ich wartete. Gunnarr und Högni, verraten von Atli, Gold verschwiegen, das Geheimnis begraben, Harfenschlag mit den Zehen in der Schlangengrube, Unser Schweigen ist unser Sieg. Gunnarr und Högni, verraten von Atli, Gold verschwiegen, das Geheimnis begraben, Harfenschlag mit den Zehen in der Schlangengrube, Unser Schweigen ist unser Sieg. Hände gebunden, Zehen noch frei, Ah-ah-ah-aaaah... Ich schlug die Harfe mit den Zehen, die Schlangen schliefen ein — bis auf eine. Gunnarr und Högni, verraten von Atli, Gold verschwiegen, das Geheimnis begraben, Harfenschlag mit den Zehen in der Schlangengrube, Unser Schweigen ist unser Sieg. Gunnarr und Högni, verraten von Atli, Gold verschwiegen, das Geheimnis begraben, Harfenschlag mit den Zehen in der Schlangengrube, Unser Schweigen ist unser Sieg. Das Gold schläft im Rhein in Ewigkeit, Das Gold schläft im Rhein in Ewigkeit. Das Gold schläft im Rhein in Ewigkeit, Das Gold schläft im Rhein in Ewigkeit.
Die Geschichte zum Lied
Die Atlakviða und die Völsunga saga erzählen dasselbe Ende der Söhne Gjúkis. Atli lud Gunnarr und Högni in seine Halle. Ihre Schwester Guðrún, mit Atli vermählt, sandte eine Warnung; sie lasen sie und fuhren dennoch. Atli wollte das Gold, das ihnen von Sigurðr zugefallen war, der Hort, den dieser Fáfnir abgenommen hatte. Gunnarr sagte, er werde erst reden, wenn er Högnis Herz gesehen habe. Man brachte ihm zuerst das Herz eines Knechts, und Gunnarr sagte, es könne nicht das seines Bruders sein, denn es zittere. Dann töteten sie Högni, der lachte, während sie schnitten, und brachten sein Herz, das still lag. Gunnarr sagte, nun sei das Geheimnis allein seines, und er werde es nie verraten. Gebunden warf man ihn in eine Schlangengrube, wo er eine Harfe schlug, in der Völsunga saga mit den Zehen, bis eine Natter ihn erreichte. Das Lied nimmt die Sicht der Brüder auf das, was sie erreichten. Sie verloren ihr Leben und hielten den Hort aus Atlis Händen. Wohin das Gold kam, bleibt, wie die Überlieferung es lässt: im Rhein versenkt und nie geborgen. -
Liedtext
Bræður mínir dóu í höll þinni, Þú hlóst, þú hélst að ég gleymdi, Þú tókst mig sem konu, ekki sem hefnd, Þú vissir ekki hvað ég ber í mér. Synir okkar léku sér við fætur mína, Ég horfði á þá, ég hugsaði um Gunnar, Ég tók hnífinn minn með rólegri hendi, Móðurást brann til ösku þá nótt. Guðrún hefnir, Guðrún tekur, Synir hennar verða að gulli og blóði, Guðrún ber fram kaleik og hjörtu, Atli étur það sem hann elskaði mest. Guðrún hefnir, Guðrún tekur, Synir hennar verða að gulli og blóði, Guðrún ber fram kaleik og hjörtu, Atli étur það sem hann elskaði mest. Ég sagði honum sannleikann að lokum, Hann fölnaði, hann skildi loksins, Kaleikur hans var hauskúpa sonar hans, Kjötið hans var hjarta eigin blóðs. Étið! Étið! Blóð af blóði! Étið! Étið! Blóð af blóði! Étið! Étið! Blóð af blóði! Étið! Étið! Blóð af blóði! Guðrún hefnir, Guðrún tekur, Synir hennar verða að gulli og blóði, Guðrún ber fram kaleik og hjörtu, Atli étur það sem hann elskaði mest. Guðrún hefnir, Guðrún tekur, Synir hennar verða að gulli og blóði, Guðrún ber fram kaleik og hjörtu, Atli étur það sem hann elskaði mest. Hvað hef ég etið? Hvað hef ég drukkið? Synir þína, Atli. Blóð af þínu blóði. Ég brenn fyrir þetta! Þú brennur í nótt, í eigin höll. Guðrún hefnir, Guðrún tekur, Synir hennar verða að gulli og blóði, Guðrún ber fram kaleik og hjörtu, Atli étur það sem hann elskaði mest. Guðrún hefnir, Guðrún tekur, Synir hennar verða að gulli og blóði, Guðrún ber fram kaleik og hjörtu, Atli étur það sem hann elskaði mest. Höllin brennur, hefndin er lokið, Höllin brennur, hefndin er lokið. Höllin brennur, hefndin er lokið, Höllin brennur, hefndin er lokið.
Meine Brüder starben in deiner Halle, Du lachtest, du dachtest, ich vergäße, Du nahmst mich als Frau, nicht als Rache, Du wusstest nicht, was ich in mir trage. Unsere Söhne spielten zu meinen Füßen, Ich sah sie an, ich dachte an Gunnarr, Ich nahm mein Messer mit ruhiger Hand, Mutterliebe verbrannte zu Asche in jener Nacht. Guðrún rächt, Guðrún nimmt, Ihre Söhne werden zu Gold und Blut, Guðrún trägt den Becher auf und die Herzen, Atli isst, was er am meisten liebte. Guðrún rächt, Guðrún nimmt, Ihre Söhne werden zu Gold und Blut, Guðrún trägt den Becher auf und die Herzen, Atli isst, was er am meisten liebte. Zuletzt sagte ich ihm die Wahrheit, Er erbleichte, er begriff endlich, Sein Becher war der Schädel seines Sohnes, Sein Fleisch war das Herz seines eigenen Blutes. Iss! Iss! Blut von deinem Blut! Iss! Iss! Blut von deinem Blut! Iss! Iss! Blut von deinem Blut! Iss! Iss! Blut von deinem Blut! Guðrún rächt, Guðrún nimmt, Ihre Söhne werden zu Gold und Blut, Guðrún trägt den Becher auf und die Herzen, Atli isst, was er am meisten liebte. Guðrún rächt, Guðrún nimmt, Ihre Söhne werden zu Gold und Blut, Guðrún trägt den Becher auf und die Herzen, Atli isst, was er am meisten liebte. Was habe ich gegessen? Was habe ich getrunken? Deine Söhne, Atli. Blut von deinem Blut. Ich werde dafür brennen! Du brennst noch heute Nacht, in deiner eigenen Halle. Guðrún rächt, Guðrún nimmt, Ihre Söhne werden zu Gold und Blut, Guðrún trägt den Becher auf und die Herzen, Atli isst, was er am meisten liebte. Guðrún rächt, Guðrún nimmt, Ihre Söhne werden zu Gold und Blut, Guðrún trägt den Becher auf und die Herzen, Atli isst, was er am meisten liebte. Die Halle brennt, die Rache ist vollbracht, Die Halle brennt, die Rache ist vollbracht. Die Halle brennt, die Rache ist vollbracht, Die Halle brennt, die Rache ist vollbracht.
Die Geschichte zum Lied
Guðrún Gjúkadóttir wurde nach Sigurðs Tod mit Atli vermählt. Als Atli ihre Brüder Gunnarr und Högni um des Rheingoldes willen tötete, fiel die Rache ihr zu, und die Quellen lassen sie diese ganz vollziehen. Atlakviða und Völsunga saga stimmen überein in dem, was sie tat. Sie tötete die beiden Söhne, die sie Atli geboren hatte, ließ Becher aus ihren Schädeln fertigen und setzte ihm ihre Herzen vor und ihr Blut, mit Wein vermischt. Erst nach dem Mahl sagte sie ihm, was er gegessen hatte. Dann steckte sie die Halle in Brand, mit Atli und seinen Männern darin, und tötete ihn eigenhändig. Das Lied sittlich zu deuten, unterlässt das Gedicht, und das Lied tut es ebenso wenig. Die Logik ist die der Fehde: ein Totschlag wird mit einem Totschlag beantwortet, der den Täter so viel kostet wie den Rächer. Guðrún vernichtet ihre eigenen Kinder, um Atli alles zu nehmen, und das Letzte, was in der Geschichte steht, ist das Feuer. Die Seite der Brüder in derselben Fehde ist der vorige Titel, Þögnin okkar. -
Liedtext
Göngu-Hrólfr! Of stór fyrir hest! Göngu-Hrólfr! Of stór fyrir hest! Göngu-Hrólfr! Of stór fyrir hest! Göngu-Hrólfr! Of stór fyrir hest! Rollo gengur, engin hestur ber hann, Rollo brýtur Frakkland með fótum sínum, Konungur býður land, ekki bardaga, Ný jörð fæðist úr göngu minni. Rollo gengur, engin hestur ber hann, Rollo brýtur Frakkland með fótum sínum, Konungur býður land, ekki bardaga, Ný jörð fæðist úr göngu minni. Þeir hlógu að mér í Noregi, Of stór, of þungur, gangandi jötunn, En fætur mínir báru mig yfir höf, Fætur mínir tóku það sem hestar gátu ekki. Karl konungur bauð mér frið og land, Ef ég kyssti fót hans eins og þræll, Ég sendi mann minn í staðinn fyrir mig, Hann kastaði konunginum til jarðar. Rollo gengur, engin hestur ber hann, Rollo brýtur Frakkland með fótum sínum, Konungur býður land, ekki bardaga, Ný jörð fæðist úr göngu minni. Rollo gengur, engin hestur ber hann, Rollo brýtur Frakkland með fótum sínum, Konungur býður land, ekki bardaga, Ný jörð fæðist úr göngu minni. Ég kraup ekki, ég beygði mig ekki, Ah-ah-ah-aaaah... Normandí fæddist af stolti mínu — ekki af undirgefni! Rollo gengur, engin hestur ber hann, Rollo brýtur Frakkland með fótum sínum, Konungur býður land, ekki bardaga, Ný jörð fæðist úr göngu minni. Rollo gengur, engin hestur ber hann, Rollo brýtur Frakkland með fótum sínum, Konungur býður land, ekki bardaga, Ný jörð fæðist úr göngu minni. Normandí lifir, ganga mín lifir, Normandí lifir, ganga mín lifir. Normandí lifir, ganga mín lifir, Normandí lifir, ganga mín lifir.
Göngu-Hrólfr! Zu groß für ein Pferd! Göngu-Hrólfr! Zu groß für ein Pferd! Göngu-Hrólfr! Zu groß für ein Pferd! Göngu-Hrólfr! Zu groß für ein Pferd! Rollo geht, kein Pferd trägt ihn, Rollo bricht Frankreich mit seinen Füßen, Der König bietet Land, nicht Schlacht, Ein neues Reich wird geboren aus meinem Gehen. Rollo geht, kein Pferd trägt ihn, Rollo bricht Frankreich mit seinen Füßen, Der König bietet Land, nicht Schlacht, Ein neues Reich wird geboren aus meinem Gehen. Sie lachten über mich in Norwegen, Zu groß, zu schwer, ein gehender Riese, Doch meine Füße trugen mich über Meere, Meine Füße nahmen, was Pferde nicht konnten. König Karl bot mir Frieden und Land, Wenn ich seinen Fuß küsste wie ein Knecht, Ich schickte meinen Mann an meiner Statt, Er warf den König zu Boden. Rollo geht, kein Pferd trägt ihn, Rollo bricht Frankreich mit seinen Füßen, Der König bietet Land, nicht Schlacht, Ein neues Reich wird geboren aus meinem Gehen. Rollo geht, kein Pferd trägt ihn, Rollo bricht Frankreich mit seinen Füßen, Der König bietet Land, nicht Schlacht, Ein neues Reich wird geboren aus meinem Gehen. Ich kniete nicht, ich beugte mich nicht, Ah-ah-ah-aaaah... Die Normandie wurde aus meinem Stolz geboren — nicht aus Unterwerfung! Rollo geht, kein Pferd trägt ihn, Rollo bricht Frankreich mit seinen Füßen, Der König bietet Land, nicht Schlacht, Ein neues Reich wird geboren aus meinem Gehen. Rollo geht, kein Pferd trägt ihn, Rollo bricht Frankreich mit seinen Füßen, Der König bietet Land, nicht Schlacht, Ein neues Reich wird geboren aus meinem Gehen. Die Normandie lebt, mein Gehen lebt, Die Normandie lebt, mein Gehen lebt. Die Normandie lebt, mein Gehen lebt, Die Normandie lebt, mein Gehen lebt.
Die Geschichte zum Lied
Rollo, der erste Herrscher der Normandie, wird in isländischer Überlieferung mit Hrólfr gleichgesetzt, dem Sohn Rögnvaldrs von Møre. Die Heimskringla erklärt seinen Beinamen Göngu-Hrólfr, Hrólfr der Geher: er war so groß, dass ihn kein Pferd tragen konnte, und ging deshalb zu Fuß. Nach Jahren nordischer Überfälle an der Seine überließ ihm König Karl der Einfältige 911 in Saint-Clair-sur-Epte Land um Rouen, gegen Treue und die Verteidigung des Flusses gegen andere Plünderer. Aus dieser Verleihung wurde die Normandie. Die Szene mit dem Fuß stammt von Dudo von Saint-Quentin, der etwa ein Jahrhundert später schrieb. Die Huldigung verlangte, den Fuß des Königs zu küssen. Rollo wollte sich nicht bücken und hieß einen seiner Männer es für ihn tun; der hob den Fuß zum Mund, statt sich zu neigen, und kippte den König auf den Rücken. Dudo schrieb für Rollos Nachkommen, die Anekdote schmeichelt ihnen also, und sie könnte genau die Art Geschichte sein, die ein Hof erfindet. Das Lied nutzt sie so, wie Dudo es beabsichtigte: als Beleg, dass die Bedingungen ohne Unterwerfung angenommen wurden. Rollos Nachfahre Wilhelm nahm 1066 England. -
Liedtext
Knútur ríkir, þrjú lönd í einni hendi, England, Noregur, Danmörk, allt mitt, En einn dag settist ég við sjóinn, Til að sýna hvað konungur er ekki. Knútur ríkir, þrjú lönd í einni hendi, England, Noregur, Danmörk, allt mitt, En einn dag settist ég við sjóinn, Til að sýna hvað konungur er ekki. Þrjú ríki bogna undir mér, Ég sigraði England með sverði og samningi, Hirðmenn mínir hrósuðu mér óendanlega, Sögðu ég réði jafnvel hafinu sjálfu. Ég lét bera hásæti mitt að ströndinni, Ég settist þar sem flóðið kæmi að, Ég skipaði sjónum að hörfa fyrir mér, Hirðmenn mínir horfðu, hljóðir og vissir. Knútur ríkir, þrjú lönd í einni hendi, England, Noregur, Danmörk, allt mitt, En einn dag settist ég við sjóinn, Til að sýna hvað konungur er ekki. Knútur ríkir, þrjú lönd í einni hendi, England, Noregur, Danmörk, allt mitt, En einn dag settist ég við sjóinn, Til að sýna hvað konungur er ekki. Sjórinn hlýddi ekki, sjórinn kom nær, Fætur konungsins urðu blautir og kaldir, Hirðmenn stóðu agndofa, konungurinn brosti, Vald mitt nær ekki yfir Guði sjálfum. Þeir kölluðu mig almáttugan, Ah-ah-ah-aaaah... Ég sýndi þeim sannleikann með blautum fótum — enginn konungur er guð! Knútur ríkir, þrjú lönd í einni hendi, England, Noregur, Danmörk, allt mitt, En einn dag settist ég við sjóinn, Til að sýna hvað konungur er ekki. Knútur ríkir, þrjú lönd í einni hendi, England, Noregur, Danmörk, allt mitt, En einn dag settist ég við sjóinn, Til að sýna hvað konungur er ekki. Sjórinn kom, sjórinn kenndi mér, Sjórinn kom, sjórinn kenndi mér. Sjórinn kom, sjórinn kenndi mér, Sjórinn kom, sjórinn kenndi mér.
Knut herrscht, drei Länder in einer Hand, England, Norwegen, Dänemark, alles mein, Doch eines Tages setzte ich mich ans Meer, Um zu zeigen, was ein König nicht ist. Knut herrscht, drei Länder in einer Hand, England, Norwegen, Dänemark, alles mein, Doch eines Tages setzte ich mich ans Meer, Um zu zeigen, was ein König nicht ist. Drei Reiche beugen sich unter mir, Ich gewann England mit Schwert und Vertrag, Meine Hofleute priesen mich ohne Ende, Sagten, ich herrsche selbst über das Meer. Ich ließ meinen Thron ans Ufer tragen, Ich setzte mich, wo die Flut kommen würde, Ich befahl dem Meer, vor mir zu weichen, Meine Hofleute sahen zu, schweigend und gewiss. Knut herrscht, drei Länder in einer Hand, England, Norwegen, Dänemark, alles mein, Doch eines Tages setzte ich mich ans Meer, Um zu zeigen, was ein König nicht ist. Knut herrscht, drei Länder in einer Hand, England, Norwegen, Dänemark, alles mein, Doch eines Tages setzte ich mich ans Meer, Um zu zeigen, was ein König nicht ist. Das Meer gehorchte nicht, das Meer kam näher, Die Füße des Königs wurden nass und kalt, Die Hofleute standen fassungslos, der König lächelte, Meine Macht reicht nicht über Gott selbst. Sie nannten mich allmächtig, Ah-ah-ah-aaaah... Ich zeigte ihnen die Wahrheit mit nassen Füßen — kein König ist ein Gott! Knut herrscht, drei Länder in einer Hand, England, Norwegen, Dänemark, alles mein, Doch eines Tages setzte ich mich ans Meer, Um zu zeigen, was ein König nicht ist. Knut herrscht, drei Länder in einer Hand, England, Norwegen, Dänemark, alles mein, Doch eines Tages setzte ich mich ans Meer, Um zu zeigen, was ein König nicht ist. Das Meer kam, das Meer lehrte mich, Das Meer kam, das Meer lehrte mich. Das Meer kam, das Meer lehrte mich, Das Meer kam, das Meer lehrte mich.
Die Geschichte zum Lied
Knut der Große herrschte über England, Dänemark und Norwegen, das Reich, das später Nordseereich genannt wurde. Den englischen Thron gewann er 1016 nach jahrelangem Krieg und hielt ihn ebenso durch Verträge wie durch Gewalt. Die Geschichte von der Flut erzählt Heinrich von Huntingdon, rund ein Jahrhundert nach Knuts Tod. Knut ließ seinen Stuhl ans Ufer stellen, als die Flut kam, und befahl dem Meer, ihn nicht zu berühren. Das Wasser stieg trotzdem über seine Füße. Heinrichs Pointe ist das Gegenteil dessen, wofür die Geschichte meist herhalten muss: Knut inszenierte sie, um Hofleute zurechtzuweisen, die ihm gesagt hatten, seine Macht kenne keine Grenze. Bei Heinrich trug er danach nie wieder seine Krone, sondern hängte sie an ein Kruzifix. Das Lied behält diese Lesart bei. Der König ist nicht verblendet und verliert nicht; er richtet die Vorführung selbst aus, und die nassen Füße sind das Argument. Die letzte Zeile ist sein eigener Schluss: die Macht eines Königs endet weit vor der Gottes. -
Liedtext
Völva sagði mér dauða minn, Ormur úr hausi Faxa hests míns, Ég hló, ég reiddist, ég drap hestinn, Ég gróf hann djúpt, ég flúði örlögin. Þrjú hundruð ár flý ég spádóminn, Þrjú hundruð ár berst ég og lifi, Oddur flýr, Oddur sigrar, En örlögin ganga hægar en ég, ekki hraðar. Þrjú hundruð ár flý ég spádóminn, Þrjú hundruð ár berst ég og lifi, Oddur flýr, Oddur sigrar, En örlögin ganga hægar en ég, ekki hraðar. Ég barðist í hverju landi þekktu, Konungar dóu, heimsveldi féllu, Ég einn stóð eftir, ódauðlegur að sjá, Þrjú hundruð ár, ég taldi ekki lengur. Gamall maður snýr heim að lokum, Fætur hans þekkja gömlu slóðina, Hann finnur haug þar sem hesturinn svaf, Spádómurinn beið þolinmóður allan tímann. Þrjú hundruð ár flý ég spádóminn, Þrjú hundruð ár berst ég og lifi, Oddur flýr, Oddur sigrar, En örlögin ganga hægar en ég, ekki hraðar. Þrjú hundruð ár flý ég spádóminn, Þrjú hundruð ár berst ég og lifi, Oddur flýr, Oddur sigrar, En örlögin ganga hægar en ég, ekki hraðar. Ég sparkaði í hauskúpuna gömlu, Ah-ah-ah-aaaah... Ormurinn beið þar. Þrjú hundruð ár. Fyrir mig einan. Ég sparkaði í hauskúpuna gömlu, Ah-ah-ah-aaaah... Ormurinn beið þar. Þrjú hundruð ár. Fyrir mig einan. Þrjú hundruð ár flý ég spádóminn, Þrjú hundruð ár berst ég og lifi, Oddur flýr, Oddur sigrar, En örlögin ganga hægar en ég, ekki hraðar. Þrjú hundruð ár flý ég spádóminn, Þrjú hundruð ár berst ég og lifi, Oddur flýr, Oddur sigrar, En örlögin ganga hægar en ég, ekki hraðar. Ormurinn beit, spádómurinn stóð, Þrjú hundruð ár breyttu engu. Ormurinn beit, spádómurinn stóð, Þrjú hundruð ár breyttu engu.
Eine Völva sagte mir meinen Tod voraus, Eine Schlange aus dem Schädel von Faxi, meinem Pferd, Ich lachte, ich ergrimmte, ich tötete das Pferd, Ich begrub es tief, ich floh mein Schicksal. Dreihundert Jahre fliehe ich die Weissagung, Dreihundert Jahre kämpfe ich und lebe, Oddr flieht, Oddr siegt, Doch das Schicksal geht langsamer als ich, nicht schneller. Dreihundert Jahre fliehe ich die Weissagung, Dreihundert Jahre kämpfe ich und lebe, Oddr flieht, Oddr siegt, Doch das Schicksal geht langsamer als ich, nicht schneller. Ich kämpfte in jedem bekannten Land, Könige starben, Reiche fielen, Ich allein blieb übrig, unsterblich anzusehen, Dreihundert Jahre, ich zählte nicht mehr. Ein alter Mann kehrt zuletzt heim, Seine Füße kennen den alten Pfad, Er findet den Hügel, wo das Pferd schlief, Die Weissagung wartete geduldig die ganze Zeit. Dreihundert Jahre fliehe ich die Weissagung, Dreihundert Jahre kämpfe ich und lebe, Oddr flieht, Oddr siegt, Doch das Schicksal geht langsamer als ich, nicht schneller. Dreihundert Jahre fliehe ich die Weissagung, Dreihundert Jahre kämpfe ich und lebe, Oddr flieht, Oddr siegt, Doch das Schicksal geht langsamer als ich, nicht schneller. Ich trat gegen den alten Schädel, Ah-ah-ah-aaaah... Die Schlange wartete dort. Dreihundert Jahre. Auf mich allein. Ich trat gegen den alten Schädel, Ah-ah-ah-aaaah... Die Schlange wartete dort. Dreihundert Jahre. Auf mich allein. Dreihundert Jahre fliehe ich die Weissagung, Dreihundert Jahre kämpfe ich und lebe, Oddr flieht, Oddr siegt, Doch das Schicksal geht langsamer als ich, nicht schneller. Dreihundert Jahre fliehe ich die Weissagung, Dreihundert Jahre kämpfe ich und lebe, Oddr flieht, Oddr siegt, Doch das Schicksal geht langsamer als ich, nicht schneller. Die Schlange biss, die Weissagung stand, Dreihundert Jahre änderten nichts. Die Schlange biss, die Weissagung stand, Dreihundert Jahre änderten nichts.
Die Geschichte zum Lied
Die Örvar-Odds saga gehört zu den fornaldarsögur. Eine Völva kam auf den Hof, wo Oddr jung war, und sagte jedem dort voraus, was aus ihm werden würde. Oddr wollte nichts davon wissen und schlug sie. Sie gab ihm sein Schicksal dennoch: er werde dreihundert Jahre leben und weit reisen, doch auf ebendiesem Hof sterben, getötet von seinem Pferd Faxi. Er tötete das Pferd sogleich, verscharrte es in einer Grube, häufte Steine darüber und zog fort. Die dreihundert Jahre sind die Saga selbst, eine lange Laufbahn aus Raubzügen und Kämpfen durch Skandinavien, das Baltikum, die Rus und darüber hinaus. Am Ende kehrt er als alter Mann zurück, um den Ort wiederzusehen. Er stößt an etwas im Boden, und es ist Faxis Schädel. Eine Natter kommt heraus und beißt ihn in den Fuß, und er stirbt an der Wunde. Die Zeile des Liedes ist die Ironie der Saga selbst: das Schicksal jagte ihn nicht. Es blieb, wo es war, und wartete, bis er zu ihm zurückging. -
Liedtext
Draugur gengur! Draugur rís! Draugur gengur! Draugur rís! Draugur gengur! Draugur rís! Draugur gengur! Draugur rís! Ég ligg í haugnum, kaldur og þungur, Holdið mitt rotnar ekki, blóðið mitt frýs, Nóttin kallar, ég rís úr moldu, Ég geng þar sem lifendur sofa óttalausir. Ég ligg í haugnum, kaldur og þungur, Holdið mitt rotnar ekki, blóðið mitt frýs, Nóttin kallar, ég rís úr moldu, Ég geng þar sem lifendur sofa óttalausir. Þeir grófu mig djúpt, þeir héldu ég svæfi, En svefninn er ekki fyrir mig ætlaður, Ég tek styrk þeirra sem ég tók ekki í lífi, Ég verð sterkari með hverri nótt. Þeir sendu mann til að berjast við mig, Hann var sterkur, hann var hugrakkur, Ég féll að lokum, en með síðasta andanum, Ég bölvaði augum hans að eilífu. Ég ligg í haugnum, kaldur og þungur, Holdið mitt rotnar ekki, blóðið mitt frýs, Nóttin kallar, ég rís úr moldu, Ég geng þar sem lifendur sofa óttalausir. Ég ligg í haugnum, kaldur og þungur, Holdið mitt rotnar ekki, blóðið mitt frýs, Nóttin kallar, ég rís úr moldu, Ég geng þar sem lifendur sofa óttalausir. Þú sérð myrkrið núna, er það ekki? Ah-ah-ah-aaaah... Það mun aldrei fara. Ég tryggði það með bölvun minni! Ég ligg í haugnum, kaldur og þungur, Holdið mitt rotnar ekki, blóðið mitt frýs, Nóttin kallar, ég rís úr moldu, Ég geng þar sem lifendur sofa óttalausir. Ég ligg í haugnum, kaldur og þungur, Holdið mitt rotnar ekki, blóðið mitt frýs, Nóttin kallar, ég rís úr moldu, Ég geng þar sem lifendur sofa óttalausir. Ég ligg hér enn, ég ligg hér enn, Draugur gengur, draugur bíður. Ég ligg hér enn, ég ligg hér enn, Draugur gengur, draugur bíður.
Der Draugr geht! Der Draugr steigt! Der Draugr geht! Der Draugr steigt! Der Draugr geht! Der Draugr steigt! Der Draugr geht! Der Draugr steigt! Ich liege im Hügel, kalt und schwer, Mein Fleisch verwest nicht, mein Blut gefriert, Die Nacht ruft, ich steige aus der Erde, Ich gehe, wo die Lebenden furchtlos schlafen. Ich liege im Hügel, kalt und schwer, Mein Fleisch verwest nicht, mein Blut gefriert, Die Nacht ruft, ich steige aus der Erde, Ich gehe, wo die Lebenden furchtlos schlafen. Sie begruben mich tief, sie dachten, ich schliefe, Doch Schlaf ist mir nicht bestimmt, Ich nehme die Kraft, die ich im Leben nicht nahm, Ich werde stärker mit jeder Nacht. Sie schickten einen Mann, mich zu bekämpfen, Er war stark, er war mutig, Ich fiel zuletzt, doch mit dem letzten Atemzug, Verfluchte ich seine Augen auf ewig. Ich liege im Hügel, kalt und schwer, Mein Fleisch verwest nicht, mein Blut gefriert, Die Nacht ruft, ich steige aus der Erde, Ich gehe, wo die Lebenden furchtlos schlafen. Ich liege im Hügel, kalt und schwer, Mein Fleisch verwest nicht, mein Blut gefriert, Die Nacht ruft, ich steige aus der Erde, Ich gehe, wo die Lebenden furchtlos schlafen. Du siehst jetzt die Dunkelheit, nicht wahr? Ah-ah-ah-aaaah... Sie wird nie weichen. Dafür sorgte ich mit meinem Fluch! Ich liege im Hügel, kalt und schwer, Mein Fleisch verwest nicht, mein Blut gefriert, Die Nacht ruft, ich steige aus der Erde, Ich gehe, wo die Lebenden furchtlos schlafen. Ich liege im Hügel, kalt und schwer, Mein Fleisch verwest nicht, mein Blut gefriert, Die Nacht ruft, ich steige aus der Erde, Ich gehe, wo die Lebenden furchtlos schlafen. Ich liege noch hier, ich liege noch hier, Der Draugr geht, der Draugr wartet. Ich liege noch hier, ich liege noch hier, Der Draugr geht, der Draugr wartet.
Die Geschichte zum Lied
Ein Draugr ist der Tote, der nicht im Hügel bleibt. Die Sagas behandeln ihn als leibliches Problem, nicht als Spuk: der Körper ist schwer, aufgedunsen und kalt, er behält sein Fleisch, und er wird stärker, je länger er umgeht. Er tötet Vieh und Menschen, und der Boden, über den er geht, verdirbt. Der bekannteste Fall ist Glámr in der Grettis saga. Er war ein Hirte, den man zu Weihnachten tot fand und dort begrub, wo er lag, weil sich der Leichnam nicht zur Kirche schaffen ließ; danach ging er um. Grettir Ásmundarson kam, ihn zu bekämpfen, und siegte, aber nur knapp. Als Glámr sterbend unter ihm lag, trat der Mond hinter ihnen hervor, und Glámr sagte Grettir, er werde nie stärker werden als in diesem Augenblick, seine Taten würden sich in Unglück wenden, und er werde diese Augen immer im Dunkeln sehen. Von jener Nacht an fürchtete Grettir die Dunkelheit, und das richtete ihn zugrunde: er ertrug das Alleinsein nicht, und die Ächtung, die folgte, kostete ihn das Leben. Das Lied ist der Bericht des Draugr selbst. Es behält, was die Saga über diese Art Tod sagt: der Fluch am Ende überdauert den Kampf, und der Sieger verlor mehr als der Gefallene. -
Liedtext
Skrælingjar komu úr skóginum, Örvar flugu, menn mínir hlupu, Ég stóð kyrr, barn undir hjarta, Ég hafði engan stað að hlaupa til. Ég sá sverð liggja hjá dauðum manni, Ég tók það hægt, ég fann þyngd þess, Óttinn í kringum mig var eins og þoka, En í mér var aðeins ískuldi. Þeir hlupu til skipa, þeir gleymdu heiðri, Ég ein stóð eftir, ég ein valdi. Þeir hlupu til skipa, þeir gleymdu heiðri, Ég ein stóð eftir, ég ein valdi. Freydís stendur ein á ströndinni, Sverð í hendi, dauði í augum, Ég sker hold mitt, ég slæ stálið, Öskrið mitt er stríð sem þeir aldrei sáu. Freydís stendur ein á ströndinni, Sverð í hendi, dauði í augum, Ég sker hold mitt, ég slæ stálið, Öskrið mitt er stríð sem þeir aldrei sáu. Blóð mitt rann niður bringu mína, Stálið sló við hold sem gaf ekkert eftir, Ég öskraði ekki af sársauka, Ég öskraði svo þeir vissu hvað ég var. Skrælingjar sáu konu verða skrímsli, Ah-ah-ah-aaaah... Þeir hlupu til skipa sinna. Þeir sneru aldrei aftur. Skrælingjar sáu konu verða skrímsli, Ah-ah-ah-aaaah... Þeir hlupu til skipa sinna. Þeir sneru aldrei aftur. Ein kona! Eitt öskur! Ein kona! Eitt öskur! Ein kona! Eitt öskur! Ein kona! Eitt öskur! Freydís stendur ein á ströndinni, Sverð í hendi, dauði í augum, Ég sker hold mitt, ég slæ stálið, Öskrið mitt er stríð sem þeir aldrei sáu. Freydís stendur ein á ströndinni, Sverð í hendi, dauði í augum, Ég sker hold mitt, ég slæ stálið, Öskrið mitt er stríð sem þeir aldrei sáu. Ein stóð ég, ein sigraði ég, Ein stóð ég, ein sigraði ég. Ein stóð ég, ein sigraði ég, Ein stóð ég, ein sigraði ég.
Die Skrælingar kamen aus dem Wald, Pfeile flogen, meine Männer liefen, Ich stand still, ein Kind unter dem Herzen, Ich hatte keinen Ort, wohin ich laufen konnte. Ich sah ein Schwert bei einem Toten liegen, Ich nahm es langsam, ich spürte sein Gewicht, Die Furcht um mich her war wie Nebel, Doch in mir war nur Eis. Sie liefen zu den Schiffen, sie vergaßen die Ehre, Ich allein blieb, ich allein wählte. Sie liefen zu den Schiffen, sie vergaßen die Ehre, Ich allein blieb, ich allein wählte. Freydís steht allein am Ufer, Schwert in der Hand, Tod in den Augen, Ich schneide mein Fleisch, ich schlage den Stahl, Mein Schrei ist ein Krieg, den sie nie sahen. Freydís steht allein am Ufer, Schwert in der Hand, Tod in den Augen, Ich schneide mein Fleisch, ich schlage den Stahl, Mein Schrei ist ein Krieg, den sie nie sahen. Mein Blut lief mir über die Brust, Der Stahl schlug gegen Fleisch, das nicht nachgab, Ich schrie nicht vor Schmerz, Ich schrie, damit sie wussten, was ich war. Die Skrælingar sahen eine Frau zum Untier werden, Ah-ah-ah-aaaah... Sie liefen zu ihren Schiffen. Sie kehrten nie zurück. Die Skrælingar sahen eine Frau zum Untier werden, Ah-ah-ah-aaaah... Sie liefen zu ihren Schiffen. Sie kehrten nie zurück. Eine Frau! Ein Schrei! Eine Frau! Ein Schrei! Eine Frau! Ein Schrei! Eine Frau! Ein Schrei! Freydís steht allein am Ufer, Schwert in der Hand, Tod in den Augen, Ich schneide mein Fleisch, ich schlage den Stahl, Mein Schrei ist ein Krieg, den sie nie sahen. Freydís steht allein am Ufer, Schwert in der Hand, Tod in den Augen, Ich schneide mein Fleisch, ich schlage den Stahl, Mein Schrei ist ein Krieg, den sie nie sahen. Allein stand ich, allein siegte ich, Allein stand ich, allein siegte ich. Allein stand ich, allein siegte ich, Allein stand ich, allein siegte ich.
Die Geschichte zum Lied
Die Eiríks saga rauða stellt Freydís Eiríksdóttir, die Tochter Eiríks des Roten, in einen Kampf in Vinland. Die Nordleute wurden von jenen angegriffen, die die Sagas Skrælingar nennen, und die Männer brachen aus und liefen zu den Schiffen. Freydís war hochschwanger und konnte nicht mithalten. Sie rief ihnen nach, sie seien Feiglinge, und hätte sie eine Waffe, würde sie es besser machen als jeder von ihnen. Sie fand einen Toten, Þorbrandr Snorrason, mit dem Schwert neben sich. Sie nahm es und wandte sich den Angreifern zu. Die Einzelheit der Saga ist genau: sie zog die Brust aus dem Hemd und schlug mit der flachen Klinge dagegen. Die Skrælingar erschraken darüber und liefen zu ihren Booten zurück. Die beiden Vinland-Sagas beschreiben Freydís unvereinbar. Diese Szene stammt aus der Eiríks saga rauða. Die Grœnlendinga saga kennt keinen solchen Kampf und macht sie stattdessen zur Anstifterin der Tötungen im Lager in Vinland, was der Bericht hinter Öxin í myrkri auf FORNǪLD ist. Die mittelalterliche Überlieferung entscheidet nicht, welche Fassung zutrifft, und das Lied versucht es auch nicht. Es bleibt in der Fassung, die gesungen wird.Eine andere Überlieferung
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Liedtext
Upp og niður! Ratatoskr hleypur! Upp og niður! Ratatoskr hleypur! Upp og niður! Ratatoskr hleypur! Upp og niður! Ratatoskr hleypur! Örninn situr efst í trénu, Níðhöggur bítur djúpt í rót, Þeir hafa aldrei sést, aldrei talast, Ég ber orðin á milli þeirra. Ratatoskr hleypur, Ratatoskr lýgur, Hvert orð stærra en það sem sagt var, Upp og niður, alla daga, alla nótt, Kaos lifir vegna mín eins. Ratatoskr hleypur, Ratatoskr lýgur, Hvert orð stærra en það sem sagt var, Upp og niður, alla daga, alla nótt, Kaos lifir vegna mín eins. Ég segi erninum að ormurinn hæðist, Ég segi orminum að örninn hótar, Hvorugur veit að ég breyti orðunum, Hvorugur veit að stríðið er mitt verk. Upp og niður! Ratatoskr hleypur! Upp og niður! Ratatoskr hleypur! Upp og niður! Ratatoskr hleypur! Upp og niður! Ratatoskr hleypur! Ratatoskr hleypur, Ratatoskr lýgur, Hvert orð stærra en það sem sagt var, Upp og niður, alla daga, alla nótt, Kaos lifir vegna mín eins. Ratatoskr hleypur, Ratatoskr lýgur, Hvert orð stærra en það sem sagt var, Upp og niður, alla daga, alla nótt, Kaos lifir vegna mín eins. Lítil skepna, stórt vald, Ah-ah-ah-aaaah... Ég þarf ekki klær né tennur. Orð mín eru nóg til að rífa heiminn. Ratatoskr hleypur, Ratatoskr lýgur, Hvert orð stærra en það sem sagt var, Upp og niður, alla daga, alla nótt, Kaos lifir vegna mín eins. Ratatoskr hleypur, Ratatoskr lýgur, Hvert orð stærra en það sem sagt var, Upp og niður, alla daga, alla nótt, Kaos lifir vegna mín eins. Upp og niður, upp og niður, Ratatoskr hleypur enn. Upp og niður, upp og niður, Ratatoskr hleypur enn.
Auf und ab! Ratatoskr läuft! Auf und ab! Ratatoskr läuft! Auf und ab! Ratatoskr läuft! Auf und ab! Ratatoskr läuft! Der Adler sitzt im Wipfel des Baumes, Níðhöggr beißt tief an der Wurzel, Sie haben sich nie gesehen, nie gesprochen, Ich trage die Worte zwischen ihnen. Ratatoskr läuft, Ratatoskr lügt, Jedes Wort größer als das Gesagte, Auf und ab, den ganzen Tag, die ganze Nacht, Das Chaos lebt allein durch mich. Ratatoskr läuft, Ratatoskr lügt, Jedes Wort größer als das Gesagte, Auf und ab, den ganzen Tag, die ganze Nacht, Das Chaos lebt allein durch mich. Ich sage dem Adler, die Schlange verspotte ihn, Ich sage der Schlange, der Adler drohe, Keiner weiß, dass ich die Worte verändere, Keiner weiß, dass der Krieg mein Werk ist. Auf und ab! Ratatoskr läuft! Auf und ab! Ratatoskr läuft! Auf und ab! Ratatoskr läuft! Auf und ab! Ratatoskr läuft! Ratatoskr läuft, Ratatoskr lügt, Jedes Wort größer als das Gesagte, Auf und ab, den ganzen Tag, die ganze Nacht, Das Chaos lebt allein durch mich. Ratatoskr läuft, Ratatoskr lügt, Jedes Wort größer als das Gesagte, Auf und ab, den ganzen Tag, die ganze Nacht, Das Chaos lebt allein durch mich. Ein kleines Geschöpf, eine große Macht, Ah-ah-ah-aaaah... Ich brauche weder Klauen noch Zähne. Meine Worte genügen, die Welt zu zerreißen. Ratatoskr läuft, Ratatoskr lügt, Jedes Wort größer als das Gesagte, Auf und ab, den ganzen Tag, die ganze Nacht, Das Chaos lebt allein durch mich. Ratatoskr läuft, Ratatoskr lügt, Jedes Wort größer als das Gesagte, Auf und ab, den ganzen Tag, die ganze Nacht, Das Chaos lebt allein durch mich. Auf und ab, auf und ab, Ratatoskr läuft noch immer. Auf und ab, auf und ab, Ratatoskr läuft noch immer.
Die Geschichte zum Lied
Das Grímnismál und Snorris Gylfaginning setzen beide ein Eichhörnchen auf Yggdrasill. Ein Adler sitzt oben in den Zweigen des Weltenbaums; unten nagt die Schlange Níðhöggr an der Wurzel. Ratatoskr läuft am Stamm auf und ab und trägt, was der eine über den anderen sagt. Die Quellen sind knapp und führen es nicht aus. Das Grímnismál sagt, er trage ǫgrandi orð, Worte des Neids oder der Bosheit, zwischen dem Adler und Níðhöggr. Diese eine Wendung ist die ganze Gestalt: der Baum hält die Welten zusammen, und das einzige Wesen, das sich frei an ihm bewegt, verbringt seine Zeit damit, seine beiden Enden gegeneinander aufzubringen. Das Lied zieht den naheliegenden Schluss und geht nicht darüber hinaus. Nichts in den Quellen sagt, dass Adler und Schlange einander je begegnen; was jeder vom anderen weiß, ist also nur, was Ratatoskr berichtet. Ein Bote, der die Botschaft ändern kann, ist der Mächtige, und das kleinste Tier am Baum ist der Grund, warum der Streit nie endet. -
Liedtext
Hræsvelgur flýgur! Vindurinn rís! Hræsvelgur flýgur! Vindurinn rís! Hræsvelgur flýgur! Vindurinn rís! Hræsvelgur flýgur! Vindurinn rís! Ég sit þar sem himinn endar, Vængir mínir opnast, heimurinn skelfur, Hvert stormur, hver andvari, hver fárviðri, Fæðist úr einu blaki vængja minna. Ég sit þar sem himinn endar, Vængir mínir opnast, heimurinn skelfur, Hvert stormur, hver andvari, hver fárviðri, Fæðist úr einu blaki vængja minna. Nafn mitt þýðir hræætandi, Ég nærist á því sem fellur og deyr, Sigur og ósigur, allt endar hjá mér, Ég er ekki dauðinn, ég er það sem fylgir. Skip sökkva vegna anda míns, Skógar falla vegna vængja minna, Menn kalla mig storm, kalla mig fárviðri, Þeir vita ekki að ég er fugl, þeir vita ekki að ég er til. Ég sit þar sem himinn endar, Vængir mínir opnast, heimurinn skelfur, Hvert stormur, hver andvari, hver fárviðri, Fæðist úr einu blaki vængja minna. Ég sit þar sem himinn endar, Vængir mínir opnast, heimurinn skelfur, Hvert stormur, hver andvari, hver fárviðri, Fæðist úr einu blaki vængja minna. Ég sá Sif tapa hári sínu, ég sá Hervör vekja dauða, Ég sá Guðrún hefna, ég sá Rollo ganga, Allar sögur enda í vindinum, Allar sögur enda hjá mér. Ég sit þar sem himinn endar, Vængir mínir opnast, heimurinn skelfur, Hvert stormur, hver andvari, hver fárviðri, Fæðist úr einu blaki vængja minna. Ég sit þar sem himinn endar, Vængir mínir opnast, heimurinn skelfur, Hvert stormur, hver andvari, hver fárviðri, Fæðist úr einu blaki vængja minna. Ég sit þar sem himinn endar, Vængir mínir opnast, heimurinn skelfur, Hvert stormur, hver andvari, hver fárviðri, Fæðist úr einu blaki vængja minna. Vindurinn man, vindurinn man, Allar sögur, allar sögur. Vindurinn man, vindurinn man, Allar sögur, allar sögur.
Hræsvelgr fliegt! Der Wind erhebt sich! Hræsvelgr fliegt! Der Wind erhebt sich! Hræsvelgr fliegt! Der Wind erhebt sich! Hræsvelgr fliegt! Der Wind erhebt sich! Ich sitze, wo der Himmel endet, Meine Schwingen öffnen sich, die Welt erbebt, Jeder Sturm, jeder Hauch, jedes Unwetter, Wird geboren aus einem einzigen Schlag meiner Schwingen. Ich sitze, wo der Himmel endet, Meine Schwingen öffnen sich, die Welt erbebt, Jeder Sturm, jeder Hauch, jedes Unwetter, Wird geboren aus einem einzigen Schlag meiner Schwingen. Mein Name bedeutet Leichenschlinger, Ich nähre mich von dem, was fällt und stirbt, Sieg und Niederlage, alles endet bei mir, Ich bin nicht der Tod, ich bin, was folgt. Schiffe sinken wegen meines Atems, Wälder fallen wegen meiner Schwingen, Menschen nennen mich Sturm, nennen mich Unwetter, Sie wissen nicht, dass ich ein Vogel bin, sie wissen nicht, dass ich bin. Ich sitze, wo der Himmel endet, Meine Schwingen öffnen sich, die Welt erbebt, Jeder Sturm, jeder Hauch, jedes Unwetter, Wird geboren aus einem einzigen Schlag meiner Schwingen. Ich sitze, wo der Himmel endet, Meine Schwingen öffnen sich, die Welt erbebt, Jeder Sturm, jeder Hauch, jedes Unwetter, Wird geboren aus einem einzigen Schlag meiner Schwingen. Ich sah Sif ihr Haar verlieren, ich sah Hervör die Toten wecken, Ich sah Guðrún sich rächen, ich sah Rollo gehen, Alle Geschichten enden im Wind, Alle Geschichten enden bei mir. Ich sitze, wo der Himmel endet, Meine Schwingen öffnen sich, die Welt erbebt, Jeder Sturm, jeder Hauch, jedes Unwetter, Wird geboren aus einem einzigen Schlag meiner Schwingen. Ich sitze, wo der Himmel endet, Meine Schwingen öffnen sich, die Welt erbebt, Jeder Sturm, jeder Hauch, jedes Unwetter, Wird geboren aus einem einzigen Schlag meiner Schwingen. Ich sitze, wo der Himmel endet, Meine Schwingen öffnen sich, die Welt erbebt, Jeder Sturm, jeder Hauch, jedes Unwetter, Wird geboren aus einem einzigen Schlag meiner Schwingen. Der Wind erinnert sich, der Wind erinnert sich, Alle Geschichten, alle Geschichten. Der Wind erinnert sich, der Wind erinnert sich, Alle Geschichten, alle Geschichten.
Die Geschichte zum Lied
Das Vafþrúðnismál fragt, woher der Wind komme. Die Antwort ist Hræsvelgr: ein Riese in Adlergestalt, der am Ende des Himmels sitzt, und von dessen Schwingen der Wind über alle Menschen kommt, wenn er auffliegt. Snorri wiederholt es in der Gylfaginning. Der Name bedeutet Leichenschlinger. Die Quellen geben darüber hinaus keine Geschichte, keine Taten und keinen Tod; er ist eine Erklärung für etwas, das überall geschieht und niemandem gehört. Darum endet das Album hier. Jede Gestalt vor ihm hinterließ etwas, das ein anderer tragen musste, und der Wind ist das Tragende. Die Schlussstrophe nennt vier von ihnen und fügt ihren Geschichten nichts hinzu. Hræsvelgr ist in keiner Quelle ein Zeuge und erhebt keinen Anspruch, über sie geurteilt zu haben. Er ist, was bleibt, wenn jede von ihnen zu Ende ist: das Wetter über den Orten, an denen es geschah, und das Einzige auf der Platte, das älter ist als alles davon.